MEGALOPOLIS


Abgesänge auf die großen Städte

10 Autoren aus den 10 größten Städten der Welt schreiben jeweils einen Liedtext auf die Entwicklung ihrer Stadt zu einer Megalopolis (Städte mit über 10 Millionen Einwohnern).

Diese 10 Texte - verfasst in der jeweiligen Landessprache - sind Libretti für "Liedkompositionen". In Zusammenarbeit der Komponisten Thomas Neuhaus und Jörg Lensing, sowie einem Schauspieler und einer Sängerin entstehen Vertonungen dieser "Lieder". Dabei nutzen die Interpreten ihre stimmlichen Qualitäten zur Interpretation der jeweiligen Texte.

Beide oralen Interpretationen sind klangliches Ausgangsmaterial für eine elektronisch-klangliche Weiterverarbeitung. Die Mischung aus Direktstimme und elektronischer Weiterverarbeitung ergibt die eigentliche Liedkomposition. Instrumentiert werden diese "Gesänge" jeweils mit einem Soundscape (Klanglandschaft) der jeweils besungenen Stadt.

Interessant ist der Ansatz der gestischen Steuerbarkeit der Stimmklangverformungen durch die Interpreten selbst:
Mit Hilfe eines kamerabasierten "Trackingsystems" können die Körper- und Raumbewegungen der Performer in Steuerdaten für die elektronische Transformation der Stimmen umgesetzt werden. Die Interpreten werden somit nicht nur durch ihr stimmliches Vermögen zu akustischen Sprachrohren der Texte, sondern ebenso durch ihre Aktion oder die Aktion von Tänzern Interpreten ihrer eigenen Stimmklanglichkeit.

Die gesamte live erzeugte Musik ist Grundlage von insgesamt 10 Tänzen, welche zum Thema choreografiert werden. Dazu werden 7 Tänzer (3 männliche, 4 weibliche) jeweils in Soli, Pas de deuxs, Trios und Quartetten tanzen. Es entsteht so eine tänzerisch-musikalische Interaktion.

Das Thema ist, wie derzeit Ausstellungen in Bordeaux und in der Tate-Gallery in London beweisen, brandaktuell. Die visuell klangliche Umsetzung wird sehr zeitgenössisch sein und in ihrer Ästhetik aktuelle urbane Klang- und Tanzentwicklungen reflektieren.

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